Big Four und Bitcoin Code Blockchain: Sind die Auditing-Giganten schon dabei?

Zeit für die Blockchain

Big Four und Blockchain: Akzeptieren Auditing-Giganten noch immer eine ANALYSE?

Letzte Woche stellte die Big Four Firma Deloitte eine mobile Plattform vor, die entwickelt wurde, um Blockchain-Netzwerke im kleinen Rahmen zu Demonstrationszwecken zu hosten. Das Produkt basiert „auf dem Interesse der Kunden am Verständnis der Blockchain-Fähigkeiten in Live-Interaktionen“, so die Pressemitteilung.

Mit diesem Schritt setzen die Big Four Unternehmen – bestehend aus Deloitte, PwC, Ernst & Young (EY) und KPMG – ihre Expansion in den Bereich Blockchain fort. Zusammen brachten die Unternehmen im vergangenen Jahr über 148 Milliarden Dollar an Einnahmen ein, da sie über 50% der Audits für öffentliche und private Unternehmen durchführen. Folglich könnte ihre Anwesenheit im Krypto-Raum ein Spiegelbild des Zustands der Blockchain-Akzeptanz sein.

Wie weit sind die Big Four bei der Erforschung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) gegangen und können Blockchain bestimmte Vorteile für diese Unternehmen bieten?

Big Four: Konsequentes, aber begrenztes Interesse an Bitcoin Code

Zu diesem Zeitpunkt haben alle Big Four-Unternehmen zumindest ein gewisses Interesse an Bitcoin Code Blockchain gezeigt, auch wenn ihre Ansätze wie hier zu sehen ist tendenziell unterschiedlich sind. Einige Unternehmen, wie Deloitte, haben hauptsächlich untersucht, wie sich diese Bitcoin Code Technologie auf den allgemeinen Markt ausgewirkt hat, während sich EY zum Beispiel darauf konzentriert hat, Softwarelösungen auf den Bitcoin Code Markt zu bringen, die auf die Bedürfnisse von Kryptowährungsunternehmen zugeschnitten sind.

Diese Vielfalt lässt sich durch die Art dieser Unternehmen erklären – da es sich um professionelle Dienstleistungsnetzwerke handelt, bieten sie eine Vielzahl von Dienstleistungen an, darunter Wirtschaftsprüfung, Steuern, Beratung, Unternehmensrisiken und Finanzberatung. Das ist auch der Grund, warum die Big Four noch nicht vollständig in die Blockchain eingetaucht sind, anstatt nur mit der Technologie zu flirten, wie Cal Evans – der Gründer von Gresham International, einem Compliance- und Strategieunternehmen – in einem Gespräch mit Cointelegraph feststellte:

„Da die Big Four in so vielen verschiedenen Sektoren arbeiten, sind sie nicht in der Lage (oder nicht bereit), ernsthaft Zeit für die Blockchain aufzuwenden. Das ist sinnvoll, da sie nicht in jedes neue Technologieset investieren können (obwohl wir die Blockchain als anders betrachten). Eine wichtige Sache ist, dass viele der großen Vier erst in die Blockkette kamen, als Krypto-Projekte begannen, sie zu nutzen, um mehr Transparenz zu zeigen. Die Big Four sind dafür bekannt, sich nur dann in etwas einzumischen, wenn ihr Kundenstamm es benutzt, Blockchain war und ist keine Ausnahme.“

„Das scheinen nur frühe Schritte zu sein“, sagte Juan M. Villaverde, Chef-Kryptoanalyst bei Weiss Ratings. „Sie (die Großen Vier) haben begonnen, das Potenzial von DLT zu erkennen, aber sie haben noch nicht herausgefunden, wie man dieses Potenzial nutzen kann.“

Laut der Rekrutierungsplattform Indeed verfügte PwC per März 2019 über 40 blockkettenbezogene Stellenangebote und war damit der führende Rekrutierer auf diesem Gebiet unter den Big Four. EY belegte mit 17 offenen Stellen den zweiten Platz, gefolgt von Deloitte mit 10 Stellenangeboten.

Eine aktuellere Suche zeigt, dass PwC nach wie vor das aktivste Professional Services Network in Sachen Blockchain-Technologie ist, aber nur 13 Positionen hat, die direkt das Wort „blockchain“ erwähnen. EY hat vier Stellenangebote, während anscheinend weder KPMG noch Deloitte derzeit nach einem Blockchain-Talent suchen. Das scheint zu bestätigen, dass das Interesse der Big Four am Krypto-Raum vorhanden ist, aber moderat: PwC zum Beispiel hat insgesamt 1.010 offene Stellenangebote auf Indeed, was bedeutet, dass seine 40 blockkettenbezogenen Stellenangebote einen winzigen Bruchteil dieser Zahl ausmachen.

Maurizio Raffone, CEO des kryptoorientierten Beratungs- und Konsultationsbüros Finetiq Ltd., sagte Cointelegraph:

„Mein Eindruck ist, dass die Big Four großen Wert auf Blockchain als zusätzlichen Bereich legen, in dem sie eher Beratungsleistungen als Prüfungsleistungen erbringen können. Es gibt einen Trend bei den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, in lukrativere Beratungsleistungen einzusteigen, und Blockchain bietet ihnen eine weitere Möglichkeit für diese Strategie.“

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